Eine Initiative nordhessischer Künstlerinnen und Künstler
in Zeiten der Corona-Krise

Kultur in Zeiten von Corona

Kultureinrichtungen werden in Deutschland in den meisten Städten geschlossen. Große Sorgen macht uns die Situation freiberuflicher Künstlerinnen und Künstler und anderer Selbständiger aus dem Kultur- und Medienbereich. Mit der Absage von Aufführungen, Tagungen, Veranstaltungen usw. droht ein erheblicher Teil ihrer Einnahmen wegzubrechen. Kleine kulturwirtschaftliche Unternehmen sind ebenfalls in ihrer Existenz bedroht. Öffentliche Kultureinrichtungen fallen als Auftraggeber vielfach weg.
(Deutscher Kulturrat am 16. 3. 2020)

Die Vizepräsidentin des Deutschen Kulturrats, Ulrike Liedtke, hält eine Absage aller Kulturveranstaltungen aus Vorsorge vor dem Coronavirus für sinnvoll. Kulturelles Leben finde auch statt, wenn man ein Buch lese oder sich eine CD anhöre, es gebe auch Hauskonzerte oder Theateraufführungen im Internet. Sie hält finanzielle Hilfe vor allem für freie Künstler für notwendig. (Quelle Süddeutsche Zeitung vom 15.03.2020)

Der Deutsche Kulturrat zur Coronakrise

Kultur in Zeiten von Corona

Viele (Künstlerinnen und Künstler) sind in der ersten Woche bereits vom Ausfall von Veranstaltungen betroffen, viele wissen, dass in der nächsten Zeit Veranstaltungen, Aufführungen usw. ausfallen werden, viele befürchten Absagen. Der Ansturm an Anfragen ist also mehr als verständlich. Zumal viele Künstlerinnen und Künstler ohnehin nicht auf Rosen gebettet sind, sondern nur ein sehr geringes Einkommen aus ihrer künstlerischen Arbeit erzielen.
(Deutscher Kulturrat am 18. 3. 2020)

...Aber auch viele Vereine und Projekte aus dem gemeinnützigen Sektor sind von der Corona-Krise betroffen. Veranstaltungen können nicht stattfinden, Konzerte fallen aus, Aufführungen müssen gestrichen werden. Viele haben für die Durchführung der Maßnahmen öffentliche Mittel erhalten. Hier hat der Bund und haben einige Länder bereits angekündigt, dass sie die Ermessensspielräume im Haushaltsrecht ausschöpfen werden, um Zuwendungen nicht zurückfordern zu müssen.
(Deutscher Kulturrat am 18. 3. 2020)

Der Deutsche Kulturrat zur Coronakrise

Kultur in Zeiten von Corona

Es ist beeindruckend, mit wie viel Phantasie und Enthusiasmus derzeit Angebote, Aktionen, Aufführungen und mehr online angeboten werden. Sie zeigen wie reichhaltig und vielfältig unser kulturelles Leben ist und wie sehr wir alle Kultur brauchen. Viele Angebote werden derzeit kostenfrei von den Künstlern und Kultureinrichtungen angeboten. Das sollte vorerst auch so bleiben, aber die Kreativen brauchen für diese Angebote finanzielle Unterstützung durch die öffentlichen Hände. Damit wir bald wieder Kultur live genießen können und damit alle Beteiligten von ihrer Arbeit, sei es als Künstlerin, als Vermittler oder ansonsten im Kulturbereich Tätiger, leben können, müssen wir jetzt körperliche Distanz zum Publikum halten. So schwer das ist.
(Deutscher Kulturrat am 20. 3. 2020)

...Nicht alle Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Kulturbereich können wir heute schon voraussehen. Einige werden sich sicherlich erst in einigen Wochen zeigen. Wir werden weiterhin Verbündete brauchen, die sich für den Kultur- und Medienbereich einsetzen.
(Deutscher Kulturrat am 20. 3. 2020)

Der Deutsche Kulturrat zur Coronakrise

Kultur in Zeiten von Corona

Die Corona-Pandemie und vor allem das Herunterfahren des gesellschaftlichen und des kulturellen Lebens in Deutschland führt zum einen die Kleinteiligkeit des Kulturbereiches vor Augen und macht zugleich deutlich, wie alles zusammenhängt. Viele kleine Rädchen greifen ineinander, um das große Rad Kultur und Medien in Deutschland jeden einzelnen Tag im Jahr zu bewegen, zu zeigen und zu erleben.

....Das wichtigste Anliegen war und ist in der ersten Zeit, Nothilfen für jene auf den Weg zu bringen, die nicht wissen, wovon sie die Miete im nächsten Monat zahlen sollen und wie sie ihren Kühlschrank mit dem Lebensnotwendigsten füllen können.

....Zum Kulturbereich gehören die öffentlichen Kultureinrichtungen, die öffentlich geförderten Institutionen, die Einrichtungen der kulturellen Bildung, die vielfältigen Vereine und nicht zuletzt die Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft. In jedem dieser Bereiche gibt es die großen Platzhirsche, die mittleren und jene, die ohnehin am Existenzminimum arbeiten und jeden Monat gerade so über die Runden kommen.

....Beachtlich ist bei aller Sorge und Existenznot, mit welcher Kreativität versucht wird, das Beste aus der Situation zu machen. Online-Kulturangebote schießen aus dem Boden
(Deutscher Kulturrat am 30. 3. 2020

Der Deutsche Kulturrat zur Coronakrise


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